Okt
24
Dragon Age: Origins (Uncut)
Veröffentlicht von admin
- gebraucht – sehr gut
VÖ: 22.10.2009/ System: PlayStation 3/ Genre: Action-Adventure/ deutsche Version/ USK: TBA/ Vollversion
Unverb. Preisempf.: EUR 19,99
Amazon Preis: EUR 18,99

24. Oktober 2011 at 10:49
Fantastisches Rollenspiel,
Ich habe lange überlegt welche Wertung dieses Spiel verdient hat und habe dabei lange zwischen einer Wertung von 3 und 5 Sternen abgewogen.
Schlussendlich denke ich allerdings, dass die Mängel einfach zu gravierend sind um Dragon Age: Origins eine volle Punktzahl zu geben, allerdings sind die positiven Aspekte so enorm, dass 3 Sterne zu hart wäre.
Die folgende Rezension basiert auf einer Erfahrung von 30 Spielstunden.
Aber gehen wir es genauer durch:
-= Grafik 2/5 =-
Die Grafik in Dragon Age: Origins ist leider sogar noch um einiges schlechter, als sie von den meisten Rezensionisten dargestellt wird. In der Nahansicht (Bei Gesprächen zB) sieht man eindeutig was damit gemeint ist: Sämtliche Kleidungsgegenstände und Waffen haben absolut verschwomme Texturen, die oberen Zähne der Peronen sind nichts anderes als ein gelblich-weißer Block mit ein paar Rillen.
Die Landschaften sind leider auch mit reichlich detailarmen Texturen gespickt und “Wasser” ist in diesem Spiel nichts anderes als halbdurchsichtiges Nichts. Tritt man zum Beispiel in ein von Wasser überschwemmtes Gebiet in ebensolches gibt es weder ein plätschern, noch spritzt Wasser unter den Schuhen weg.
Und zum Thema Ruckler auf der PS3: JA, diese sind vorhanden. Und zwar reichlich!
Bei Zwischensequenzen, bei Kämpfen mit mehreren Beteiligten, bei grafisch anspruchsvollen Flächenzaubern und manchmal auch einfach beim herumlaufen in einem Gebiet. Die PS3 ruckelt und ruckelt sich durchs ganze Spiel und mir ist leider absolut nicht klar warum, da die Grafik eigentlich wirklich nicht so herausragend wäre um eine Konsole wie die PS3 ins stocken zu bringen. Irgendwie schafft sie es trotzdem…
Die Liste ließe sich ewig lang fortsetzen. Leider geht dies alles sehr stark zu Lasten der sonst wirklich guten Atmosphäre. Man fühlt sich bei Dragon Age: Origins so als würde man ein PS2-Spiel spielen.
Schade, hier hätte man _weitaus_ mehr machen können.
-= Sound 5/5 =-
Die Musik passt immer zur jeweiligen Umgebung und stört nie, kommt es zu einem Zwischenkampf ändert sich die Musik auf etwas schnelleres, aufregenderes.
Hierzu gibt es nicht viel zu sagen außer: Nahezu perfekt umgesetzt.
-= Geschichte 6/5 =-
Die Geschichte ist spannend, unvorhersehbar und komplex. Gleichzeitig lässt das Spiel dem Spieler viel Handlungsfreiraum, was sich alles auf den Ab- und Verlauf der Geschichte auswirkt. Sämtliche Einführungsgeschichten der unterschiedlichen Charaktere sind unterhaltsam und glaubwürdig. Dies ist die wohl größte Stärke des Spiels.
-= Steuerung 4/5 =-
Die Steuerung ist schnell und einfach zu lernen und wurde erstaunlich gut vom PC auf die Konsole transferiert. Ich war anfangs ziemlich skeptisch wie das wohl funktionieren solle, allerdings wurde dies von Bioware sehr gut gelöst.
Ein sehr großer Kritikpunkt wäre hierbei allerdings, dass jeder Charakter nur 6 verschiedene Aktionen belegen kann, allerdings um einiges mehr erlernen kann (und auch vor allem bei Bosskämpfen benötigt). Dies macht ein ständiges auswählen von sämtlichen Items und einigen Fähigkeiten aus dem Ringmenü notwendig, was leider bald ziemlich nervig ist.
-= Die Charaktere 5/5 =-
Jeder Charakter den man im Spiel trifft hat einen Tiefgang, den ich zuvor noch in keinem Spiel erlebt habe…unglaublich.
Man kann sich sofort in diese virtuellen Figuren hineinversetzen, verstehen wie die jeweiligen Personen handeln und denken. Man kann lachen, mitfühlen und trauern. So etwas schaffen nur die wenigstens Rollenspiele.
Leider hat der Hauptcharakter dadurch, dass er stets stumm bleibt und immer nur gelangweilt durch die Gegend schaut eine Persönlichkeit wie ein Toastbrot und kann sich somit nicht wirklich in die Umgebung einbringen. Dies gleichen die anderen Charaktere allerdings wieder aus.
-= Fazit 4/5 =-
Ja, das Spiel hat seine Macken. Ja, die Grafik ist von vorgestern.
Aber verdammt nochmal das Spiel hat einfach alles was ein Rollenspiel ausmacht. Und das nicht zu knapp.
Jeder der auf tiefgängige Rollenspiele mit viel Action steht sollte hier zugreifen.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
Missbrauch melden
| Kommentar als Link24. Oktober 2011 at 11:10
Vorsicht, viel Text!,
Seit etlichen Jahren habe ich auf ein Spiel gewartet, welches das umsetzt, was einem Dragon Age nachgesagt wurde. Deswegen war ich auch Vorbesteller und konnte nun schon etliche Stunden mit dem Spiel verbringen. Diese Rezension ist völlig subjektiv aus der Sicht eines “Konsoleros” geschrieben, der lediglich bekannte Bioware und Blizzard Titel am PC gespielt hat.
Fangen wir mit der ersten negativen Auffälligkeit an: Es dauert schlichtweg zu lange, bis man das Spiel starten kann. Erst wird geladen, dann kommt das klassische Publisher-Entwickler Geplänkel und dann verbindet das Spiel erstmal mit dem Dragon Age Server. Sucht anschließend nach DLC und irgendwann darf man dann endlich anfangen. Hierbei handelt es sich um gefühlte 10 Minuten (trotz fleißigem überspringen mit der Quadrat-Taste) die man warten muß, bis man endlich den Charakter erstellen kann.
Wenn es dann mal soweit ist, geht es dafür umso schneller weiter. Der Charakter ist recht schnell erstellt, da der Editor vom Umfang her zu wünschen übrig läßt. Da mag ich zwar etwas verwöhnt sein, aber mehr Auswahl in Bezug auf Haarpracht, Bart usw. hätte ich dann doch gerne gehabt. Die Auswahl der Stimme hat auch lediglich einfluß das was man sagt, wenn man im Spiel mit X bestätigt. Leider klingt die Stimme meines Zweihandschwert-schwingenden, bluttriefendem Messerstecher und Herzensbrecher wie die Ankündigung Florian Silbereisens zum Musikantenstadl. Unschön.
Jetzt geht es aber richtig los. Egal für welchen Hintergrund man sich entschieden hat, sie bringen einen in die richtige Stimmung für das Spiel und schaffen von der ersten Spielminute an Emotionen. Außerdem dienen die Origins wunderbar als dezentes Tutorial, bei dem man einiges ausprobieren kann. Grandioser Einstieg für ein Rollenspiel. Dagegen können Fallout 3 und Oblivion nicht anstinken.
Die Steuerung ist hervorragend an den Controller angepasst. Die Quick-Slots werden zwar schon nach kurzer Zeit nicht mehr ausreichen (vorallem beim Magier), aber das Kampfmenü geht locker flockig von der Hand ohne durch die Pause-Funktion die Dynamik zu blockieren. Und wenn man schon im Kampfmenü ist, kann man den Mabari auch gleich mal darauf aufmerksam machen, das 20 Fuß entfernt ein Bogenschütze um seine Aufmerksamkeit buhlt. Funktioniert alles wunderbar, ist allerdings nicht so einfach wie beim PC, wo selbst ein Hamster das Spiel bedienen könnte (habe 3 Jahre Wow gespielt, das mit dem Hamster funktioniert).
Die weitere Entwicklung der Story ist auch über die Origins hinaus wunderbar inszeniert. Und bietet jedem Spielstil (gut, böse, einfach nur brutal, weicheirig) seine eigene Motivation. Irgendwie gefällt es mir Wegelagerern erst die ganze Beute durch Einschüchterung abzunehmen und nach Neuigkeiten auszuquetschen, nur um sie hinterher in ihrem eigenen Blut ersaufen zu lassen.
Man kann sie auch gehen lassen oder den Behörden übergeben.
Aber Hey, ich bin ein 2 Meter großer stacheldrahtfressender Berserker mit der Stimme von David Beckham. Da ist jede Menge Aggressionspotential vorhanden. Begleitet wird man dabei immer von gut durchdachten Charakteren mit eigenem (wenn auch geskriptetem) Willen die sich gerne beharken – z.B. Morigan und Alistair: “…warum verzieht Ihr Euch nicht hinter irgendeinen Busch und sterbt. Bitte.”
Auch die Wortwechsel mit den Begleitern bei fragwürdigen Entscheidungen sind absolut motivierend. Top.
Baldur’s Gate hat es vorgemacht und Dragon Age führt es, wenn auch nicht ganz so perfekt, fort. Irgendwie fehlen mir Minsk und Bo.
Wo wir schon dabei sind. Die Grafik von Dragon Age übertrumpft natürlich die damalige Pracht eines Baldur’s Gate, ist auch durchaus auf Next-Gen Niveau aber für verwöhnte Grafik-Hu… wie mich doch eher enttäuschend. Aber unter uns gesagt, nach den ersten 30 Minuten ärger ich mich nicht mehr über mangelnde Texturen oder mies umgesetzte Texturen (tut Euch selbst einen Gefallen und ignoriert Wasserpfützen oder Tümpel). Die Grafikmängel fallen schlichtweg nicht mehr auf, weil man auf ganz andere Dinge konzentriert ist. Das Spiel.
Dragon Age hat es geschafft, von der ersten Minute an meine volle Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Wie skill ich, wie antworte ich….wie will ich mich spezialisieren und warum zum Teufel hat dieser Mistkerl in Ostagar… Wenn ich den in die Finger bekomme….
Apropos Spezialisierung: Vom RPG-Standpunkt aus gesehen finde ich es absolut richtig, dass ich diese (trotz vorhandenem Punkt zur Vergabe) lernen muß. Entweder von einem Lehrmeister oder aus einem Buch. Man läuft nicht einfach durch die Gegend und wird Barde, Templer oder Attentäter. Das erfordert…
Weitere Informationen
War diese Rezension für Sie hilfreich?
Missbrauch melden
| Kommentar als Link24. Oktober 2011 at 12:10
Endlich ein neues Baldurs Gate!,
Nach X Jahren des wartens ist endlich ein neues Baldurs Gate erschienen. Zwar läuft es dieses mal unter dem Namen Dragon Age. Die Wurzeln und Ähnlichkeiten sind aber nicht bestreitbar. Wer die goldenen Jahre des Rollenspiel Genres erlebt hat, wird sich noch gut an Baldurs Gate 1 & 2 oder Planescape Torment erinnern. Tolle Geschichten mit viel Liebe zum Detail.
Leider extrem Text lastig. Nach ein paar Stunden spielen, hatte man damals gefühlt einen ganzen Roman durchgelesen. Diese Zeiten sind vorbei. JEDES Gespräch bei Dragon Age wurde mit Synchronsprechern besetzt. Lange Textpassage wird man nicht mehr finden. Zudem ist die deutsche Sprachausgabe größtenteils überaus gelungen. Scheinbar haben viele Synchronsprecher den Figuren die Stimme geliehen. Gewiss wiederholen sich die Stimmen. Aber wichtige Personen und die eigenen Gruppenmitglieder haben jeweils einen eigenen Synchronsprecher spendiert bekommen. Die Stimmen passen bis auf ein paar Ausnahmen sehr gut zu den Personen. Gerade bei den Dialogen zeigt BioWare seine bekannten stärken.
Wie bei den alten Titeln oder neuen wie Mass Effect wurden den Dialogen großer Bedeutung beigemessen. Die Fantasy Welt von BioWare ist überaus erwachsen. Dadurch ist die Sprache sehr rau und körnig. Aber dabei mit viel schwarzem Humor und Witz umgesetzt. Nur zu gerne Unterhalte ich mich mit den Mitmenschen oder den eigenen Team Mitgliedern um zu hören was diese zu sagen haben. Ein Schmuntzeln kann sich dabei bestimmt keiner verkneifen.
Leider offenbart Dragon Age sehr schnell seinen größten Fehler. Die Grafik ist leider nicht mehr wirklich zeitgemäß. Wer ein Mass Effect oder Oblivion erwartet wird leider etwas enttäuscht sein. Zwar bieten die Höhlen und Städte eine schöne Architektur und den Figuren wurde mit viel Liebe Leben eingehaucht. Trotzdem lassen sich die schwachen Texturen nicht verbergen. Für mich als “Grafik Fetischisten” war dies erstmal ernüchternd. Obwohl mir die Grafik eines Spiels immer sehr wichtig ist, hat sie mich bei Dragon Age nach einer halben Stunde überhaupt nicht mehr gestört. Dieses Spiel punktet auf so vielen anderen Bereichen, dass mir die Grafik inzwischen schei.. egal ist. Ausserdem sooo schlecht ist sie jetzt auch nicht. Aber halt nicht mehr 100% zeitgemäß.
Ausserdem bietet das Spiel keine wirkliche open world wie man es bei Oblivion gewohnt war. Wie in Baldurs Gate, kann man verschiedene Orte auf der Karte anwählen und diese bereisen. Aber zwischen diesen Orten kann man sich leider nicht bewegen.
Dazu kommt, dass man weder schlafen kann oder muss. Nach den Kämpfen heilt man sich in windeseile. Ein lebendiger Tag und Nachwechsel ist mir bislang auch nicht aufgefallen. Ich hatte bislang das Gefühl, dass es von dem Ort abhängig ist, ob es dort Tag oder Nacht ist. Aber vielleicht irre ich mich auch. Durch so was verliert Dragon Age ein wenig an Atmosphäre.
Dies sind bislang die einzigen Kritikpunkte die mir aufgefallen sind.
Von der Story kann ich bislang noch nicht viel berichten, aber obwohl ich dieses Spiel erst seid ein paar Tagen spiele, wurde ich schon ein paar mal von der Story überrascht. Scheinbar hat sich BioWare überlegt, was der Spieler nach 20 Jahren Rollenspielen erwartet, und sich entschlossen genau das Gegenteil passieren zu lassen.
Also freut euch auf ein paar interessante Wendungen.
Das Kampfsystem ist gewohnt taktisch und spannend in Szene gesetzt. Durch den L2 Button, kann man das Spiel jederzeit pausieren und dadurch das weitere Vorgehen planen, zauber auswählen, Tränke verteilen usw.
Die Zauber können bequem auf eine Quickleiste gezogen werden. Daruch lassen sich die 6 Lieblingszauber oder Angriff Moves bequem benutzen. Durch drücken des R2 Buttons, kann man eine weitere Leiste eischeinen lassen mit weiteren Zaubern oder Moves.
Hier noch ein paar Punke zusammengefasst.
Pro
- interessante Geschichte mit spannenden Wendungen
- taktisches Kampfsystem
- gute Steuerung sprich gute portierung auf die Konsole
- tolle Dialoge mit Witz und Charme
- viele interessante Charaktere
- viele Entscheidungen (Wahl ob gut oder böse)
- unzählige Quests und Nebenquests
- lebendige Welt (sehr viele Bürger haben etwas zu erzählen)
- Team Mitglieder Unterhalten sich während des Spiels auch untereinander. Teils sehr lustig.
Contra
- keine open world im eigendlichen Sinne
- etwas schwache Grafik
- Logik Lücken (kein schlafen, keine Reaktion der Bürger auf Diebstahl oder Kämpfen in deren Nähe)
- der Hauptcharakter kann nicht sprechen (erinnert an GTA 3)
Fazit: als Rollenspieler auf…
Weitere Informationen
War diese Rezension für Sie hilfreich?
Missbrauch melden
| Kommentar als Link